Stunde des Staunens

Ein magischer Abend im The Ritz-Carlton, Berlin


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Rogan Brown und die Papierskulpturen

Es ist faszinierend, was Rogan Brown aus Papier erschafft. Manche seiner handgeschnittenen Skulpturen sehen aus wie Organe, manche wie Steine, andere wie Wasserbewegungen.

Sein neuestes Projekt heißt „Magic Circle“ und ist sehr beeindruckend.

Magic Circle von Rogan Brown

Rogan Brown – Magic Circle Variation 7

Es kann bis zu fünf Monate dauern, ehe eine Skulptur fertig geschnitten ist. Auf der Facebookseite und der Webpräsenz des in Südfrankreich lebenden Künstlers gibt es noch mehr Fotos zu sehen.

Image © Rogan Brown

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Ehrlich Brothers im ZDF bei Volle Kanne

Heute morgen waren die Ehrlich Brothers in der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ zu Gast.

Sehr sympathisch und eloquent berichteten sie aus ihrem Magierleben und zeigten einige Kunststücke.  Es war großartig zu sehen, wie sich die Ehrlich Brothers von ihren Anfängen auf den Kongressen und Wettbewerben des Magischen Zirkels bis heute entwickelt haben. Man merkt den beiden an, dass sie die Zauberkunst lieben und leben.

In der Mediathek des ZDF kann man eine Zusammenfassung der Sendung sehen.


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Georges Méliès – Magier der Filmkunst

George MeliesEr war Bühnenzauberer und besaß ein eigenes Theater in Paris. Berühmt wurde Georges Méliès (1861 – 1938) allerdings für seine Filme.

Schon als Kind begeisterte er sich für Kunst, sein Vater – ein Schuhfabrikant – bestand jedoch darauf, dass er im elterlichen Betrieb mitarbeiten sollte. Er schickte ihn nach London, wo Georges Erfahrungen im Geschäft sammeln und seine Sprachkenntnisse verbessern sollte. Nach seiner Rückkehr arbeitete er dann auch als Maschinenaufseher in der elterlichen Fabrik, baute in seiner Freizeit aber bereits Zauberapparate des berühmten Zauberkünstlers Jean Eugène Robert-Houdin nach, studierte Zauberkunststücke ein und trat öffentlich auf.

Als sich sein Vater aus dem Geschäft zurückzog, verkaufte Georges Méliès seine zukünftigen Erbansprüche an der Schuhfabrik an seine beiden Brüder. Vom Erlös dieses Verkaufs erwarb er das ehemalige Zaubertheater Robert-Houdins, wo er von nun an als Illusionist auftrat, aber auch anderen Bühnenzauberern und Pantomimen eine Bühne bot.

Die erste öffentliche Vorführung des Kinematographen der Gebrüder Auguste und Louis Lumière in Paris stellte einen Wendepunkt im Leben Georges Méliès` dar. Er war fasziniert von diesem Gerät und wollte es unbedingt erwerben. Die Lumière-Brüder stimmten einem Verkauf jedoch nicht zu. Das hielt Georges Méliès allerdings nicht davon ab, sich begeistert um seine neue Leidenschaft zu kümmern.

Er entwickelte sogar einen eigenen Kinematographen und begann, mit einem zur Kamera umgebauten Kinematographen eigene Filme zu drehen. Diese Filme sind es, die Georges Méliès unsterblich werden ließen. Er gilt als Erfinder der Science Fiction Filme und entdeckte bzw. benutzte bahnbrechende Kameratechniken, die die Filmkunst bis heute prägen. Viele seiner Filme erinnern an Zauberkunststücke, weil in ihnen Personen oder Gegenstände erscheinen, verschwinden oder sich verwandeln.

„The India Rubber Head“ von Georges Méliès ist einer seiner frühen Filme, in denen es magisch zugeht.

Die selbst gedrehten Filme zeigte Méliès in seinem Theater, verkaufte sie aber auch an Jahrmarktkünstler, die sie dann ebenfalls vorführten. Er meldete gemeinsam mit zwei Geschäftspartnern einen eigenen Kinemathographen zum Patent an und gründete ein Filmstudio. Alles in allem war er dadurch wirtschaftlich sehr erfolgreich – und doch verlor er sein gesamtes Vermögen und musste sogar 1200 Filme als Rohmaterial an die Schuhindustrie verkaufen. Seine Art zu produzieren war auf Dauer zu teuer. Billigere Filme und Raubkopien überschwemmten den Markt.


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Ist das Kunst oder kann man das essen?

Was haben Obst und Gemüse mit Kunst zu tun? Jede Menge!

Dan Cretu ist Fotograf und Design-Künstler, stammt aus Bukarest (Rumänien) und kreiert unter anderem Kunstwerke aus Früchten, Gemüse, Eiern, Samen, Wurstscheiben… Diese Skulpturen aus Essbarem sehen Alltagsgegenständen oft täuschend ähnlich oder bauen sie „in bunt“ nach. Manchmal werden die Lebensmittel auch zu Comicfiguren oder man entdeckt in einem Lebensmittel plötzlich einen Gegenstand oder ein menschliches Organ. Großartig und sehenswert.

easter bunny - image © Dan Cretu

Osterhase kreiert von Dan Cretu (fehlt nur noch der Zylinder…)

Ein Besuch auf dem Tumblr-Blog Dan Cretus lohnt. Wann sieht man schon mal ein Spiegelei, das wie Homer Simpson aussieht? Oder wie oft begegnet einem ein Fahrrad aus Orangenschalen? Der Künstler betreibt auch einen Etsy-Shop, wo man Fotos seiner Kunstwerke kaufen kann.

image © Dan Cretu


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Heute schon gemorst?

Thomas Alva Edison ist berühmt dafür, die Glühlampe erfunden zu haben. Er war einer der bekanntesten Erfinder und Unternehmer seiner Zeit. Nach dem frühen Tod seiner ersten Ehefrau Mary heiratete er 1886 die um einiges jüngere Mina Miller. Er brachte ihr das Morsealphabet bei, so dass sie sich geheime Botschaften auf den Arm tippen konnten. Im Grunde genommen ganz praktisch, wenn man zu Besuch bei den Schwiegereltern ist, oder?

Das Morsen lernte Edison selbst übrigens schon in früher Jugend. Er arbeitete von seinem 16. bis zu seinem 21. Lebensjahr in unterschiedlichen Anstellungen als Telegrafist, was im Prinzip die Grundlage seiner späteren Erfinderkarriere wurde, denn hier lernte er nicht nur das Morsen an sich, sondern auch wie man die Geräte wartet und repariert. Dieses fundamentale Wissen über Telegrafentechnik war eine gute Grundlage für die spätere Erfindertätigkeit.

Edison, Mina und das Morsen

Edison, Mina und das Morsen….


Ein Kommentar

Luxus-Magier

Am 12.12.2014 veröffentlichte der Berliner Kurier im Rahmen seiner Serie „So lebt Berlin“ einen Beitrag über mich. Hierzu besuchte mich ein Fotograf und ich stand einem Journalisten Rede und Antwort. Das war eine spannende Erfahrung. Und ich musste schon ein wenig schmunzeln, als ich dann anschließend die Überschrift des Beitrags im Berliner Kurier las:

So zauberhaft wohnt ein Luxus-Magier

Berliner Kurier beim Luxus-Magier

Im Rahmen der Serie „So lebt Berlin“ besuchte der Berliner Kurier den „Luxus-Magier“ Fabian Weiss

So hatte mich bisher noch niemand genannt.

Ich wünsche eine schöne Weihnachtszeit!


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Wilhelmine Hofzinser

Sie war die Ehefrau von Johann Nepomuk Hofzinser und trat auch gemeinsam mit ihm auf.

Die Hofzinsers zählten zu den berühmtesten Magiern ihrer Zeit. Als die beiden heirateten, war Wilhelmine erst 27 Jahre alt, während ihr Ehemann schon 48 Lenze zählte. Der Altersunterschied war für die damalige Zeit (1854) allerdings nicht ungewöhnlich. Vielmehr war es üblich, dass ein Mann erst heiratete, wenn er eine Familie auch versorgen konnte – also einen Beruf ausübte und genug Geld verdiente. Dafür hatte Johann Nepomuk Hofzinser offenbar eine Weile gebraucht. Und offensichtlich war ihm seine Karriere als Beamter auch nicht genug. Er interessierte sich schon lange für Zauberei und wollte gern eine eigene Show aufführen, einen eigenen Zaubersalon haben. Als Beamter konnte er zum Glück auch Nebentätigkeiten ausüben, nur die Werbung mit eigenem Namen war ihm nicht erlaubt. Hier half aber seine Frau, denn der Salon wurde unter dem Namen „Wilhelmine Hofzinser“ eröffnet.

Wilhelmine Hofzinser war 30 Jahre alt, als sie gemeinsam mit ihrem Mann erstmals in Wien im Salon Hofzinser auftrat. Sie wurde berühmt für ihre hellseherische Gabe und konnte sicher auch einige der Kunststücke vorführen, die ihr Mann erfunden hat und die die Zauberkunst bis heute prägen. Viele Zeitungen berichteten über das Paar.

Wilhelmine überlebte ihren Mann um fünfundzwanzig Jahre. Johann Nepomuk Hofzinser verstarb 1875, seine Frau (die nochmals heiratete) im Jahr 1900. Leider wollte sie nach Hofzinsers Tod nichts mehr von Zauberei wissen und gab diese wunderbare Beschäftigung in der zweiten Ehe auf. Wie schreibt es Magic Christian auf seiner Webseite:

Hätte Sie geahnt, dass ihr zaubernder erster Gatte auch 140 Jahre nach seinem Tod in aller Munde sein würde und ihr zweiter Gatte in Vergessenheit geriet, hätte sie bestimmt anders gehandelt. (Quelle)

Die oben beschriebene Harmonie des zaubernden Paares findet sich auch in der „Stunde des Staunens“ im The Ritz-Carlton, Berlin. Wer die Show besucht hat, wird dies schon festgestellt haben. Die Stunde des Staunens lebt nicht zuletzt ebenso von der charmanten Begrüßung durch eine Magierin.

Und wir werden es ausweiten: Sara Ritter wird zukünftig als zaubernde Frau nicht nur während des Aperitifs die Gäste verzaubern, sondern auch im Rahmen der Show das ein oder andere Kunststück präsentieren.

Das wird großartig und ich freue mich darauf.