Stunde des Staunens

Ein magischer Abend im The Ritz-Carlton, Berlin


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Ehrlich Brothers im ZDF bei Volle Kanne

Heute morgen waren die Ehrlich Brothers in der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ zu Gast.

Sehr sympathisch und eloquent berichteten sie aus ihrem Magierleben und zeigten einige Kunststücke.  Es war großartig zu sehen, wie sich die Ehrlich Brothers von ihren Anfängen auf den Kongressen und Wettbewerben des Magischen Zirkels bis heute entwickelt haben. Man merkt den beiden an, dass sie die Zauberkunst lieben und leben.

In der Mediathek des ZDF kann man eine Zusammenfassung der Sendung sehen.

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Georges Méliès – Magier der Filmkunst

George MeliesEr war Bühnenzauberer und besaß ein eigenes Theater in Paris. Berühmt wurde Georges Méliès (1861 – 1938) allerdings für seine Filme.

Schon als Kind begeisterte er sich für Kunst, sein Vater – ein Schuhfabrikant – bestand jedoch darauf, dass er im elterlichen Betrieb mitarbeiten sollte. Er schickte ihn nach London, wo Georges Erfahrungen im Geschäft sammeln und seine Sprachkenntnisse verbessern sollte. Nach seiner Rückkehr arbeitete er dann auch als Maschinenaufseher in der elterlichen Fabrik, baute in seiner Freizeit aber bereits Zauberapparate des berühmten Zauberkünstlers Jean Eugène Robert-Houdin nach, studierte Zauberkunststücke ein und trat öffentlich auf.

Als sich sein Vater aus dem Geschäft zurückzog, verkaufte Georges Méliès seine zukünftigen Erbansprüche an der Schuhfabrik an seine beiden Brüder. Vom Erlös dieses Verkaufs erwarb er das ehemalige Zaubertheater Robert-Houdins, wo er von nun an als Illusionist auftrat, aber auch anderen Bühnenzauberern und Pantomimen eine Bühne bot.

Die erste öffentliche Vorführung des Kinematographen der Gebrüder Auguste und Louis Lumière in Paris stellte einen Wendepunkt im Leben Georges Méliès` dar. Er war fasziniert von diesem Gerät und wollte es unbedingt erwerben. Die Lumière-Brüder stimmten einem Verkauf jedoch nicht zu. Das hielt Georges Méliès allerdings nicht davon ab, sich begeistert um seine neue Leidenschaft zu kümmern.

Er entwickelte sogar einen eigenen Kinematographen und begann, mit einem zur Kamera umgebauten Kinematographen eigene Filme zu drehen. Diese Filme sind es, die Georges Méliès unsterblich werden ließen. Er gilt als Erfinder der Science Fiction Filme und entdeckte bzw. benutzte bahnbrechende Kameratechniken, die die Filmkunst bis heute prägen. Viele seiner Filme erinnern an Zauberkunststücke, weil in ihnen Personen oder Gegenstände erscheinen, verschwinden oder sich verwandeln.

„The India Rubber Head“ von Georges Méliès ist einer seiner frühen Filme, in denen es magisch zugeht.

Die selbst gedrehten Filme zeigte Méliès in seinem Theater, verkaufte sie aber auch an Jahrmarktkünstler, die sie dann ebenfalls vorführten. Er meldete gemeinsam mit zwei Geschäftspartnern einen eigenen Kinemathographen zum Patent an und gründete ein Filmstudio. Alles in allem war er dadurch wirtschaftlich sehr erfolgreich – und doch verlor er sein gesamtes Vermögen und musste sogar 1200 Filme als Rohmaterial an die Schuhindustrie verkaufen. Seine Art zu produzieren war auf Dauer zu teuer. Billigere Filme und Raubkopien überschwemmten den Markt.


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Mehrere Premieren

Stunde des Staunens mit Pit

Pit Hartling im ersten Teil seines Programms bei der Stunde des Staunens

Gleich mehrere Premieren an einem Abend – so etwas gibt es bei der „Stunde des Staunens“.

Am 28.03.2015 war Pit Hartling unser Special Guest. Das war eine Premiere, denn einen zaubernden Gast hatten wir bei unserer Show noch nie.

Die Idee war bei der Planung der Termine zunächst gewesen, dass Fabian und Pit gemeinsam eine Stunde des Staunens gestalten. Wenn jemand extra aus Frankfurt am Main anreist, dann sollte er auch die Gelegenheit haben, die gesamte Bandbreite seines Könnens zu präsentieren, oder?

So kam es – und hier kommen wir zur nächsten Premiere bei der „Stunde des Staunens“ – dass unser Kollege seine gesamte abendfüllende Show zeigte. Inklusive einer kleinen Umbaupause. Eine Pause gab es bei der Stunde des Staunens noch nie. Spontan entschlossen wir uns daher auch, den Aperitif statt vorher lieber in der kleinen Pause auszuschenken. Einen Aperitif nicht vorneweg zu trinken – das hatten nur wenige unserer Zuschauer schon einmal getan. (Hat jemand eigentlich mitgezählt, wie viele erste Male das inzwischen waren?)

Die Show selbst war grandios. Im ersten Teil wurden Geldscheine verwandelt, ein Rubix Cube hörte aufs Wort, Wörter wanderten aus Büchern auf eine Kreidetafel und Ringe wurden auf magische Weise miteinander verbunden, bis es in ein furioses Finale mit einer Zitrone gipfelte… Das Publikum honorierte diese Leistung mit Applaus und in der Pause hörte man, wie so mancher flüsternd nicht glauben konnte, was er gerade gesehen hatte.

Spielkarten

Was am Ende übrig bleibt …

Im zweiten Teil der „Stunde des Staunens“ mit Pit Hartling hatte der Raum sein Aussehen geändert. Es stand nun ein großer Tisch darin, um den sich zwei Stuhlreihen kuschelten. So waren die Gäste hautnah dabei, als die Spielkarten auf wundersame Weise unmögliche Dinge vollbrachten und als Zugabe Amor seine Flügel ausbreitete.

Die „Stunde des Staunens“ endete an diesem Abend um 22:30 Uhr – so lang dauerte eine Stunde noch nie! Wir verabschiedeten glückliche Zuschauer. Manch einer hatte „Hach, war das schön.“ auf den Lippen, als er ging.


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Bonner Zauberwochen

Am 16.03.2015 wird die „Stunde des Staunens“ bei den Bonner Zauberwochen zu Gast sein.

Diese fantastische Veranstaltung existiert seit mittlerweile fünf Jahren und bietet 14 Tage lang abwechslungsreiche magische Unterhaltung für jeden Geschmack. Dieses Jahr finden die Bonner Zauberwochen in der Zeit vom 07.03.2015 bis 22.03.2015 statt.

Vielleicht ist ja ein Leser dieses Blogs am 16.03.2015 um 20 Uhr im „Anno Tubac“ in Bonn dabei? Dann unbedingt zu erkennen geben!


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Houdini Seance

Schon gewusst?

Harry Houdini, einer der bekanntesten Zauber- und Entfesselungskünstler aller Zeiten, ist am 31.10.1926 gestorben. Nun gut, das ist jetzt keine Information, die man unbedingt im Kopf haben sollte. Spannend finde ich jedoch, dass jedes Jahr seit 1927 an Houdinis Todestag eine Séance abgehalten wird, bei der man versucht, mit dem Verstorbenen Kontakt aufzunehmen.

Houdini hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Scharlatane und Spiritisten zu entlarven. Er betonte, dass seine Zauberkunst nicht auf übernatürlichen Fähigkeiten, sondern auf Tricks und Kunstgriffen beruht. Und diese Aufklärung setzt er im Prinzip bis zum heutigen Tage fort.

Er verabredete mit seiner Frau einen Code, den er aus dem Jenseits während der Séance senden wollte. Wenn es einem Spiritisten gelänge, diesen Code zu empfangen, wären übersinnliche Fähigkeiten quasi bewiesen. Natürlich ging Houdini davon aus, dass es niemandem gelingen würde, denn er glaubte selbst nicht an Übersinnliches.

Nach zehn Jahren gelang es dem sog. „Geisterbeschwörer“ Arthur Ford dann aber tatsächlich. Er empfing angeblich die Worte „Rosabell, believe“ aus dem Jenseits. Dies war die verabredete Formulierung und somit eine absolute Sensation! Allerdings stellte sich bald heraus, dass er eine Affäre mit Houdinis Witwe Bess hatte.

Die Séancen werden alljährlich von US-Zauberern am Todestag Houdinis wiederholt. Sie versuchen hier eine Botschaft zu empfangen, die Houdini ursprünglich für Arthur Canon Doyle vorgesehen hatte. Houdini und der Schriftsteller Doyle waren zunächst befreundet. Als dieser aber ein begeisterter Anhänger der Spiritisten-Bewegung wurde, zerbrach die Freundschaft. Houdini wies immer darauf hin, dass er seine Zauberkunststücke ohne Esoterik oder echte magische Kräfte bewirke – was Doyle einfach nicht glauben wollte. Dieser Zwist wird nun bis über den Tod der beiden hinaus weiter ausgetragen.

Es gibt eine offizielle (englischsprachige) Webseite über die Houdini-Séance. Wer verfolgen möchte, ob es dieses Jahr zu Halloween eine Botschaft aus dem Jenseits gegeben hat, der sei auf http://theofficialhoudiniseance.com/the-2014-seance/ verwiesen.

Auf die Botschaft für Doyle warten die Zauberer bisher nämlich vergeblich.

 


Ein Kommentar

Es fühlte sich an wie ein Abend unter Freunden

Tatsächlich. Die gestrige Stunde des Staunens fühlte sich an, als würde man Zeit mit guten Freunden verbringen. Die Stimmung unter den Zuschauern war großartig.

Wir zauberten gestern im Salon Tiergarten. Von dort hat man einen schönen Blick auf den Potsdamer Platz und das Sony Center. Den genossen wir auch während der Vorbereitung des Raumes.

Dieses Mal betreute uns Barbora vom The Ritz-Carlton, Berlin – und wir fühlten uns bei ihr mindestens genauso gut aufgehoben wie bei Robert. Sie besorgte innerhalb von Minuten Verlängerungsschnuren, Strahler und las uns jeden Wunsch von den Augen ab. Ein wahrhaftiges 5-Sterne-Plus-Gefühl.

Als die Gäste eintrafen, genossen wir zunächst die gemeinsame Wartezeit auf den Beginn der Show bei einem Aperitif. Dies ist immer ein tolle Gelegenheit, die Zuschauer kennen zu lernen. Und es trug wahrscheinlich auch dazu bei, dass dann im Anschluss eine geradezu familiäre Atmosphäre herrschte. Manch eine Zuschauerin lachte sich kribbelig. Das zu sehen ist auch für den Zauberer ein großes Vergnügen. In Erinnerung bleiben werden mir nicht nur Heinz (mit den Taschen voller Zaubersalz) und Achim (der mir während der in die Taschen wandernden Spielkarten sehr humorvoll assistierte).

Fabian Weiss zaubert mit Seil

Seil oder nicht Seil – der Knoten steckt im Detail…

Die Stunde verging wie im Flug. Nach der Zaubershow schrieben uns einige Zuschauer sogar noch etwas in unser Gästebuch, was uns immer besonders freut.

Das Aufräumen geht nach einem tollen Abend immer leicht von der Hand, zumal wir hier wieder Unterstützung von Barbora erhielten. Alles in allem war es ein runder Abend, der genauso ablief, wie wir uns eine Stunde des Staunens wünschen. OK, abgesehen von der Erkältung, die mich beim Sprechen ein wenig näseln und den Mund trocken werden ließ. Aber für einen Mann habe ich den Schnupfen wirklich grandios ertragen! 😉

Sara Ritter und Fabian Weiss

Die beiden Protagonisten des Abends – Sara Ritter und Fabian Weiss

Kurz vorm Gehen schossen wir noch ein After-Show-Selfie, dass ich hier nicht vorenthalten möchte.

Die nächste Stunde des Staunens wird am 28.03.2015 um 20 Uhr stattfinden. Es wird eine Premiere sein, denn zum ersten Mal gibt es einen Special Guest! Pit Hartling kommt nach Berlin, um gemeinsam mit mir zu zaubern. Ich freue mich darauf.


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Zaubern, wo schon Obama schlief

Gestern fand die „Stunde des Staunens“ an einem besonderen Ort statt. Wir hatten das Glück, die Ritz-Carlton-Suite nutzen zu können.

Diese Suite befindet sich im elften Stock des The Ritz-Carlton, Berlin und wird häufig von Staatsgästen, Filmstars oder auch berühmten Musikern genutzt, wenn sie Berlin besuchen. Darum hat sie intern auch den Spitznamen Obama-Suite. Der amerikanische Präsident wohnte während eines Berlinaufenthaltes nämlich auch schon dort.

Für mich war es wunderbar, dort auftreten zu können. Wann hat man schon einmal eine solch wunderbare Garderobe? Das Bad hat eine Badewanne, Dusche und Sauna… Und es liegt direkt neben dem Ankleidezimmer, welches sich wiederum direkt neben dem Schlafzimmer befindet.

Die Zuschauer nutzten natürlich auch die Gelegenheit, und ließen sich vor Beginn der Show mit ihrem Aperitif in der Hand durch die Suite führen.

Wohnzimmer der Ritz-Carlton Suite (Foto: S. Ritter)

Ein Blick ins Wohnzimmer der Ritz-Carlton-Suite, bevor wir sie für die Stunde des Staunens umräumten…

Für die Show mussten wir ein wenig umdekorieren. Das Wunderbare am The Ritz-Carlton, Berlin ist, dass dort nahezu alles möglich ist. So wurden mal eben die Sofas und Tische verschoben, Strahler aufgebaut und zusätzliche Steckdosen organisiert. Und schon sah das Wohnzimmer der Suite wie ein Veranstaltungsraum aus – nur in luxuriös und gemütlich.

Für unsere Gäste war es insofern ein spannender Abend, weil wir nicht nur zauberten, sondern auch eine Fotografin zu Gast hatten, die schöne Fotos für die Pressearbeit geknipst hat. Cathrin Bach huschte während der Show ein paar Mal über die Bühne und fotografierte aus den unterschiedlichsten Winkeln, was für die Zuschauer sicher interessant war.

Die Zauberei stand trotzdem im Vordergrund. Dafür waren die Zuschauer schließlich ins The Ritz-Carlton, Berlin gekommen. Es war eine kurzweilige Stunde des Staunens, in der viel gelacht und noch mehr gestaunt wurde. Für mich war es sehr angenehm, in der Suite zu zaubern und ich vermute, auch das Publikum hat diese besondere Umgebung sehr genossen.

*****

Edit (21.02.2015)

Hier noch eines der Fotos, welches die Fotografin an diesem Abend machte. 🙂

Fabian Weiss und Sara Ritter (Foto: C. Bach)

Fabian Weiss und Sara Ritter beim großen Abschlusstrick… Hellsehen! (Foto: C. Bach)