Stunde des Staunens

Ein magischer Abend im The Ritz-Carlton, Berlin


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Zaubern, wo schon Obama schlief

Gestern fand die „Stunde des Staunens“ an einem besonderen Ort statt. Wir hatten das Glück, die Ritz-Carlton-Suite nutzen zu können.

Diese Suite befindet sich im elften Stock des The Ritz-Carlton, Berlin und wird häufig von Staatsgästen, Filmstars oder auch berühmten Musikern genutzt, wenn sie Berlin besuchen. Darum hat sie intern auch den Spitznamen Obama-Suite. Der amerikanische Präsident wohnte während eines Berlinaufenthaltes nämlich auch schon dort.

Für mich war es wunderbar, dort auftreten zu können. Wann hat man schon einmal eine solch wunderbare Garderobe? Das Bad hat eine Badewanne, Dusche und Sauna… Und es liegt direkt neben dem Ankleidezimmer, welches sich wiederum direkt neben dem Schlafzimmer befindet.

Die Zuschauer nutzten natürlich auch die Gelegenheit, und ließen sich vor Beginn der Show mit ihrem Aperitif in der Hand durch die Suite führen.

Wohnzimmer der Ritz-Carlton Suite (Foto: S. Ritter)

Ein Blick ins Wohnzimmer der Ritz-Carlton-Suite, bevor wir sie für die Stunde des Staunens umräumten…

Für die Show mussten wir ein wenig umdekorieren. Das Wunderbare am The Ritz-Carlton, Berlin ist, dass dort nahezu alles möglich ist. So wurden mal eben die Sofas und Tische verschoben, Strahler aufgebaut und zusätzliche Steckdosen organisiert. Und schon sah das Wohnzimmer der Suite wie ein Veranstaltungsraum aus – nur in luxuriös und gemütlich.

Für unsere Gäste war es insofern ein spannender Abend, weil wir nicht nur zauberten, sondern auch eine Fotografin zu Gast hatten, die schöne Fotos für die Pressearbeit geknipst hat. Cathrin Bach huschte während der Show ein paar Mal über die Bühne und fotografierte aus den unterschiedlichsten Winkeln, was für die Zuschauer sicher interessant war.

Die Zauberei stand trotzdem im Vordergrund. Dafür waren die Zuschauer schließlich ins The Ritz-Carlton, Berlin gekommen. Es war eine kurzweilige Stunde des Staunens, in der viel gelacht und noch mehr gestaunt wurde. Für mich war es sehr angenehm, in der Suite zu zaubern und ich vermute, auch das Publikum hat diese besondere Umgebung sehr genossen.

*****

Edit (21.02.2015)

Hier noch eines der Fotos, welches die Fotografin an diesem Abend machte. 🙂

Fabian Weiss und Sara Ritter (Foto: C. Bach)

Fabian Weiss und Sara Ritter beim großen Abschlusstrick… Hellsehen! (Foto: C. Bach)

 

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Wilhelmine Hofzinser

Sie war die Ehefrau von Johann Nepomuk Hofzinser und trat auch gemeinsam mit ihm auf.

Die Hofzinsers zählten zu den berühmtesten Magiern ihrer Zeit. Als die beiden heirateten, war Wilhelmine erst 27 Jahre alt, während ihr Ehemann schon 48 Lenze zählte. Der Altersunterschied war für die damalige Zeit (1854) allerdings nicht ungewöhnlich. Vielmehr war es üblich, dass ein Mann erst heiratete, wenn er eine Familie auch versorgen konnte – also einen Beruf ausübte und genug Geld verdiente. Dafür hatte Johann Nepomuk Hofzinser offenbar eine Weile gebraucht. Und offensichtlich war ihm seine Karriere als Beamter auch nicht genug. Er interessierte sich schon lange für Zauberei und wollte gern eine eigene Show aufführen, einen eigenen Zaubersalon haben. Als Beamter konnte er zum Glück auch Nebentätigkeiten ausüben, nur die Werbung mit eigenem Namen war ihm nicht erlaubt. Hier half aber seine Frau, denn der Salon wurde unter dem Namen „Wilhelmine Hofzinser“ eröffnet.

Wilhelmine Hofzinser war 30 Jahre alt, als sie gemeinsam mit ihrem Mann erstmals in Wien im Salon Hofzinser auftrat. Sie wurde berühmt für ihre hellseherische Gabe und konnte sicher auch einige der Kunststücke vorführen, die ihr Mann erfunden hat und die die Zauberkunst bis heute prägen. Viele Zeitungen berichteten über das Paar.

Wilhelmine überlebte ihren Mann um fünfundzwanzig Jahre. Johann Nepomuk Hofzinser verstarb 1875, seine Frau (die nochmals heiratete) im Jahr 1900. Leider wollte sie nach Hofzinsers Tod nichts mehr von Zauberei wissen und gab diese wunderbare Beschäftigung in der zweiten Ehe auf. Wie schreibt es Magic Christian auf seiner Webseite:

Hätte Sie geahnt, dass ihr zaubernder erster Gatte auch 140 Jahre nach seinem Tod in aller Munde sein würde und ihr zweiter Gatte in Vergessenheit geriet, hätte sie bestimmt anders gehandelt. (Quelle)

Die oben beschriebene Harmonie des zaubernden Paares findet sich auch in der „Stunde des Staunens“ im The Ritz-Carlton, Berlin. Wer die Show besucht hat, wird dies schon festgestellt haben. Die Stunde des Staunens lebt nicht zuletzt ebenso von der charmanten Begrüßung durch eine Magierin.

Und wir werden es ausweiten: Sara Ritter wird zukünftig als zaubernde Frau nicht nur während des Aperitifs die Gäste verzaubern, sondern auch im Rahmen der Show das ein oder andere Kunststück präsentieren.

Das wird großartig und ich freue mich darauf.